Die verstorbene langjährige Bundestagspräsidenten Frau Professor Dr. Rita Süssmuth war eine großer Mutmacherin für viele Menschen, die sich ehrenamtlich in der Zivilgesellschaft engagieren. Sie bleibt es auch über ihren Tod hinaus.
Rita Süssmuth beginnt 2022 den Epilog ihres Büchleins „Keine Zeit mehr, abzuwarten“, das im Untertitel als ihr Manifest bezeichnet wird, mit den Worten: „Dennoch. Dieses Wort hat mich durch mein ganzes Leben begleitet. Das Wort dennoch beschreibt die Möglichkeit und Energie von uns Menschen, zusammen mit anderen neu aufzubrechen auch – nach einem Scheitern.“
Gerade in Zeiten, in denen viele Regierungen in unverantwortlicher Kurzsichtigkeit versuchen, ihre Haushalte zulasten der Entwicklungszusammenarbeit zu sanieren, ist es wichtig, dass die Zivilgesellschaft aufsteht und sich dagegen stemmt. Und wenn ihr dabei auch nur ein begrenzter Erfolg gelingt, sollten die Akteure der Zivilgesellschaft im Sinne von Rita Süssmuth ein „Dennoch“ sagen: „Wir geben nicht auf klarzumachen, dass man dennoch für eine Umkehr dieser unverantwortlichen Politik eintreten muss. Auch wenn vor Ort nicht alles gut läuft in der Entwicklungszusammenarbeit, wollen wir dennoch dafür eintreten, dass die Länder des Globalen Südens unsere Unterstützung erhalten müssen. Und wir helfen selber nach besten Kräften, wo die Politik versagt!“
Unser Verein „Zukunft für Kinder in Sums e.V.“ trauert um Rita Süssmuth und dankt ihr für die erfahrene Unterstützung. Wir arbeiten in Ihrem Sinne weiter, auch wenn manche Zeitgenossen unsere bescheidenen Hilfen angesichts der großen Not gering schätzen mögen. Für uns ist die Linderung der Not jedes einzelnen Kindes und jedes einzelnen Jugendlichen in den Slums der Großstädte eine Ermunterung, mit diesem Einsatz fortzufahren.
Ihr Grußwort zum aktuellen Jahresbericht unseres Vereins (2024) beginnt Rita Süßmuth mit den Worten:
„Angesichts der vielen Naturkatastrophen und Kriege sowie der sehr zu bedauernden
Kürzungen der Gelder für Entwicklungszusammenarbeit ist es wichtig, dass die
Zivilgesellschaft Kinder und Jugendliche in Slums nicht vergisst. Deshalb danke ich
„Zukunft für Kinder in Slums e.V. “, dass er für Kinder und Jugendliche in den
Elendsvierteln von Nairobi, Windhoek und Kathmandu Unterstützung mobilisiert, damit
sie Schulen, ja sogar Universitäten besuchen können.“
Diese Wertung der Tätigkeiten unseres Vereins und unserer Partner bleibt uns ein Auftrag.
Heribert Scharrenbroich, Vorsitzender